Fussbodenheizung und Betonkernaktivierung

ENERGIEEFFIZENTE SYSTEME FÜR BODEN, WAND UND DECKE
Das große Wohlfühlplus. Durch große Heizflächen im Fußboden, in der Wand oder an der Decke, sowie durch moderne Flachheizkörper wird mit geringen Temperaturen Strahlungswärme abgegeben. Aufgrund der niedrigen Betriebstemperaturen stellen Flächenheizungen die energieeffizienteste Art der Wärmeverteilung in Gebäuden dar. Die niedrige, konstante Temperatur in den Rohren gewährleistet optimale Effizienz der Wärmequellen, vor allem bei der Nutzung erneuerbarer Energie durch Erdwärme- und Luftwärmepumpen. Auf diese Weise lassen sich der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen von Gebäuden stark reduzieren. Die Heizflächen strahlen also Wärme ab und heizen nicht nur die Zimmerluft. Man stelle sich einen kalten Wintertag vor: Sobald die Sonne scheint, wird es wohlig warm, auch wenn die Temperaturen niedrig sind – es ist das gleiche Prinzip. Zusätzlich bleibt bei einer Flächenheizung auch die natürliche Luftfeuchtigkeit erhalten, ein weiteres Wohlfühlplus. Fußbodenheizungen benötigen absolut keinen Extraplatz und bleiben praktisch unsichtbar. Bei Neubauten wird die Bodenheizung in der Regel in den Estrich integriert, die einfachste und gleichzeitig günstigste Lösung. Bei der Sanierung bestehender Gebäude fehlt oft der Spielraum für diese zusätzliche Bodenhöhe, hier haben sich leicht einbaubare Plattensysteme bewährt, die schon mit einer Aufbauhöhe von 20 bis 30 Millimeter das Auslangen finden. Bodenheizungen können auf jeden Bodenbelag abgestimmt werden, unverzichtbar sind sie bei Stein-, Klinker- oder Fliesenböden.


LÖSUNGEN FÜR DEN EINBAU IN ODER AN DIE DECKE
Insbesondere in Gebäuden, in denen vorwiegend Kühlungsbedarf besteht, sind Kühl- und Heizflächen in der Decke eine besonders interessante Alternative. Neben den klassischen Systemen, die direkt an die Decke oder in abgehängte Rasterdecken montiert werden, ist gerade in Büro- oder Gewerbeobjekten auch die thermische Bauteilaktivierung eine wirtschaftliche und nachhaltige Variante zur energieeffizienten Gebäudetemperierung. Die thermische Bauteilaktivierung nutzt die thermische Masse des Betons in der Gebäudestruktur durch den Einbau von Rohrleitungen, die das Heiz-/Kühlwasser befördern. So tragen die Decken wesentlich zum Kühlen oder zur Grundheizlast des Gebäudes bei. Die in die Raumflächen integrierten Rohrsysteme nutzen den Betonkern in der Gebäudemasse zur Speicherung und zum Austausch thermischer Energie.